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„Hände waschen!“, das ist ein wichtiger Rat, um Infektionen im Urlaub zu vermeiden. Aber es gibt in südlichen Ländern noch einiges mehr zu beachten.

Viren, Bakterien, Parasiten – manche Urlauber wittern überall eine Ansteckungsgefahr. Sie desinfizieren sich ständig die Hände, ziehen gar Handschuhe an und können sich vor lauter Angst vor Infektionen nicht entspannen. Das muss nicht sein. Hier erfahren Sie, wo die größten Keimfallen lauern – und wie Sie sie leicht umgehen können.

Keime zum Anfassen

Überall wo viele Menschen etwas mit den Händen berühren, tummeln sich zahlreiche Keime, zum Beispiel auf WC-Türklinken oder Ticketautomaten am Bahnhof oder Flughafen. Verbringen dann noch Menschen aus aller Herren Länder mehrere Stunden dichtgedrängt im Bus, am Flughafen oder im Zug, dann sorgt das für einen internationalen Austausch von Viren und Bakterien.

Hier lauern die größten Keimfallen vom Flughafen bis zum Hotel:

  • Spitzenreiter mit Erkältungsviren: die Plastikschalen, in die man beim Sicherheitscheck das Handgepäck legt.
  • Ebenfalls oft kontaminiert: die ausklappbaren Tische im Flugzeug.
  • Außerdem im Flugzeug: Spülknöpfe der Toiletten, Sitzgurte, Einstecknetze am Vordersitz.
  • Im Hotel: bereits benutzte Handtücher in den Toiletten- und Waschräumen.

Doch was tun, um den Urlaub gesund zu genießen? Gegen die sogenannte Schmierinfektion hilft am besten, sich oft die Hände gründlich mit Seife etwa 20 bis 30 Sekunden lang zu waschen. Anschließend gut abtrocknen. Falls es dafür unterwegs keine Gelegenheit gibt, sind Hygienetücher und Gele zur Händedesinfektion im Kleinformat für die Handtasche sinnvoll.

Auch für Frauen

Bei Sex ohne Kondom können Viren in Muttermund und Gebärmutter gelangen. Das Risiko erhöht sich im Urlaub, denn das Immunsystem ist durch Hitze und Reisestress oft geschwächt. Es kann zu Geschlechtskrankheiten, Unterleibsentzündungen und schwer heilbaren Pilzinfektionen kommen. Deshalb sollten auch Frauen Kondome im Reisegepäck haben.

Essen und Trinken

Das größte Hygiene-Problem in südlichen Ländern ist unreines Trinkwasser. Sobald Lebensmittel mit Leitungswasser in Berührung kommen – und nicht gekocht werden –, besteht Ansteckungsgefahr. Vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika ist das Risiko groß, Reisedurchfall zu bekommen.

Entgegen landläufiger Meinung kommt Reisediarrhö in Luxusherbergen sogar häufiger vor als in Mittelklassehotels. Der Grund: das Essen wird dort aufwendiger und häufiger per Hand zubereitet. Je öfter ein Lebensmittel angefasst wird, umso größer ist das Ansteckungsrisiko.

Reisedurchfall vermeiden

Hierauf sollten Sie beim Essen und Trinken im Süden achten, um ihren im Urlaub gesund zu bleiben:

  • Wasser und Säfte sollten Sie nur aus original verschlossenen Flaschen trinken. Kaffee und Tee sind in Ordnung.
  • Nutzen Sie auch zum Zähneputzen oder zur Medikamenteneinnahme nur Wasser aus verschlossenen Flaschen.
  • Getränke ohne Eiswürfel bestellen.
  • Frisch gepresste Säfte sollten vermieden werden. Früchte, Fruchtpresse und die Hände des Straßenverkäufers sind häufig nicht hinreichend sauber.
  • Obst und Gemüse am besten selbst schälen. Die Faustregel für tropische und subtropische Länder: „Peel it, cook it or forget it“. Das bedeutet „Koch es, schäl es oder vergiss es.“
  • Waschen Sie Früchte, Gemüse und Salate mit abgepacktem Trinkwasser.
  • Essen Sie möglichst nur gar gekochte und gut durchgebratene Speisen. Verzichten Sie auf leicht verderbliche Speisen wie Eis, Mayonnaise, Meeresfrüchte, aufgeschnittenes Obst, aber auch auf rohes Fleisch oder rohen Fisch.

Schnelle Hilfe

Durchfall führt oft zu starkem Flüssigkeitsverlust. Auf Reisen ist es oft gar nicht so einfach, rasch geeignete Arzneimittel zu besorgen. Packen Sie deshalb Durchfall-Medikamente und Elektrolyt-Präparate mit in den Koffer.

Marcel Wree,

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