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Grippeimpfung: Illustration von Grippeviren mit lilafarbenen Oberflächenproteinen.
Symbolbild

Die Grippesaison hat begonnen. Erste Prognosen der Europäischen Seuchenschutzbehörde weisen darauf hin, dass diesmal ein besonders gefährliches Virus kursiert. Vor allem bei Menschen ab 60 kann es zu schweren Erkrankungsverläufen kommen. Lesen Sie, wer die Grippeimpfung jetzt noch unbedingt nachholen sollte. 

Der Winter war bislang in Europa eher mild, dennoch sind die ersten Grippefälle bereits registriert. Laboruntersuchungen zeigen, dass zurzeit das besonders gefährliche Influenzavirus A (H3N2) verbreitet ist. Die gute Nachricht: Der Grippeimpfstoff, der von der Weltgesundheitsorganisation für diese Saison zusammengestellt wurde, enthält vier Grippevirusvarianten und er schützt auch gegen diesen Virustyp. 

Impfung noch möglich

Alle Personen, die bislang noch nicht geimpft sind, denen aber eine Grippeimpfung empfohlen wird, sollten sich jetzt noch impfen lassen. Dazu rät dringend das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC). Zu dieser Gruppe gehören Menschen ab 60 Jahren, Patienten mit Herz- oder Lungenerkrankungen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Impfung wird in diesen Fällen von den Krankenkassen bezahlt.

Grippe oder Erkältung?

Übrigens: Die echte Grippe (Influenza) muss man von der zwar lästigen, aber harmlosen Erkältung, die durch Rhinoviren ausgelöst wird, unterscheiden. Bei der Influenza treten die Symptome schnell und äußerst heftig auf: Es kommt zu sehr hohem Fieber, Schüttelfrost, starken Kopf- und Gliederschmerzen und heftigem Husten, der eine Lungenentzündung zur Folge haben kann. Einen grippalen Infekt kann man in der Regel selbst kurieren, ein Patient mit Grippe muss zum Arzt oder man schützt sich im Vorfeld durch die Impfung. 

Ansteckung vermeiden

Sowohl die Influenza- als auch die Rhinoviren werden durch Tröpfcheninfektion (Niesen und Husten Betroffener) als auch durch Schmierinfektion (über Türklinken, EC-Karten- Lesegeräte oder in der Straßenbahn) übertragen. Zum Schutz vor Ansteckung und damit sich die Viren erst gar nicht weiter ausbreiten, sollte man in ein Taschentuch oder die Armbeuge husten, häufig und lange genug Hände waschen und große Menschenansammlungen meiden. Bereits Erkrankte sollten Abstand zu anderen halten. 

Wer ist gefährdet?

Ältere Menschen nehmen Impfungen oft nicht mehr so ernst. Dabei ist es gerade für sie und für Patienten mit einer chronischen Krankheit wichtig, dass der Grippeimpfschutz jedes Jahr aufgefrischt wird. Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, einer Herz-Kreislauf- oder Lungenkrankheit ist das Immunsystem geschwächt und anfälliger für Infektionen. Steckt man sich an, verläuft die Krankheit schwerer, sie dauert länger und kann eher zu Komplikationen wie einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen.

Jedes Jahr neue Grippeimpfung 

Da die Influenzaviren sich ständig verändern, wird der Impfstoff jedes Jahr neu entwickelt, sodass auch jährlich eine neue Impfung erforderlich ist. Etwa 2 Wochen dauert es, bis sich der Impfschutz aufbaut. Deshalb sind Oktober und November der ideale Zeitpunkt für die Impfung. Die großen Grippewellen finden in Deutschland meist im Januar und Februar statt. Doch auch eine spätere Impfung ist sinnvoll, wenn die Grippewelle noch nicht oder gerade erst begonnen hat.

Impfungen auffrischen!

Bestimmte Impfungen müssen regelmäßig wiederholt werden, damit der Schutz ein Leben lang erhalten bleibt. Der Impfpass hilft, den Überblick zu behalten. Für Erwachsene gilt: 

– Jedes Jahr: Grippe (Influenza)

– Alle 5 Jahre: Pneumokokken

– Alle 10 Jahre: Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie (in der Regel als Kombi)

– Einmalig: Keuchhusten

Hygiene zu Hause

Die Grippeimpfung ist die wirksamste Methode, um eine Ansteckung vor der Influenza, also der echten Grippe, zu vermeiden. Wenn ein Familienmitglied erkrankt ist, kann zudem die Verwendung von Desinfektionsmitteln im Haushalt sinnvoll sein, um Nichtgeimpfte zu schützen.

Marcel Wree,

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