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Der Ginkgo-Baum (Ginkgo biloba) ist eine uralte Heilpflanze.
iStock/macroart
Symbolbild

Ginkgo kann helfen, wenn die geistige Fitness nachlässt oder es im Ohr saust. Was es mit seiner Heilkraft auf sich hat und was bei der Anwendung zu beachten ist.

Der Ginkgo (auch Ginkgo biloba genannt) ist eine aus China stammende und inzwischen weltweit kultivierte Baumart. Schon die Dinosaurier haben sich an ihm gerieben und seine Blätter gefressen. Doch das stattliche Gewächs begeistert nicht nur durch seine Herkunft, sein Alter und sein Aussehen, auch sein Inneres hat einiges zu bieten.

Besonders die Blätter des Ginkgo-Baums verfügen über wertvolle Inhaltsstoffe. Sie werden auch hierzulande zur Herstellung von Arznei-Extrakten verwendet. Diese verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, fördern die   Gedächtnisleistung, helfen bei Konzentrationsproblemen und Schwindel und unterstützen die Behandlung von Ohrgeräuschen (Tinnitus). Für eine nachhaltige Wirkung ist vor allem die Qualität des eingesetzten Pflanzen-Extraktes entscheidend, aber auch die Dosierung und Dauer der Einnahme spielt eine Rolle.

Ursprung und Geschichte des Ginkgo-Baums

Seinen Ursprung hat der Ginkgo vor mehr als 250 Millionen Jahren. Damals waren Ginkgo-Gewächse überall auf der Erde verbreitet. Wesentlich verändert hat sich der Baum seitdem nicht. Das belegen vorzeitliche Funde. Deshalb bezeichnen Fachleute ihn häufig auch als „lebendes Fossil“. Ginkgo-Bäume können an die tausend Jahre alt und bis zu 40 Meter hoch werden. Wirklich heimisch sind sie seit dem Ende der Eiszeit allerdings nur noch in China.

Niederländische Seefahrer brachten den Ginkgo dann Anfang des 18. Jahrhunderts von Asien zurück nach Europa. Seitdem wird er bei uns als Zierbaum angepflanzt. Ginkgo-Bäume gehören weder zu den Laub- noch zu den Nadelhölzern. Sie sind nur im Sommer grün. Im Herbst werfen sie ihre goldgelben Blätter ab.

Ginkgo-Blätter haben eine auffällige, fächerähnliche Form, die in der Pflanzenwelt einmalig ist. Meist sind sie zweigeteilt. Schon Johann Wolfgang Goethe war von ihrer besonderen Ästhetik fasziniert. 1815 schrieb er einen Brief an seine große Liebe, die Schauspielerin und Sängerin Marianne von Willemer, darin ein Ginkgo-Blatt und das Gedicht „Ginkgo biloba“. Es beginnt mit den Zeilen: „Dieses Baumes Blatt, der von Osten meinem Garten anvertraut, gibt geheimen Sinn zu kosten, wie’s den Wissenden erbaut.“ Als Goethe das Gedicht vier Jahre später im Band „West-östlicher Divan“ veröffentlichte, machte es den Baum in der westlichen Welt so bekannt wie kein anderes exotisches Gewächs.

Wann Ginkgo stinkt

Ginkgo-Pflanzen sind zweihäusig. Das bedeutet: Es gibt männliche und weibliche Bäume. Die mirabellenartigen Früchte der weiblichen Bäume enthalten stinkende Substanzen. Sie verursachen im Herbst einen sehr unangenehmen Geruch. Deshalb findet man bei uns in Parks und Alleen meist nur männliche Exemplare.

Ginkgo als Heilpflanze

Wahrscheinlich war es nicht allein die Optik, sondern auch die symbolische Bedeutung des Ginkgos, die den deutschen Dichter und Naturforscher Goethe seinerzeit inspirierte. Denn in vielen Kulturen wird der ausgesprochen widerstandsfähige Baum als Zeichen für ein langes Leben, für Fruchtbarkeit, Unbesiegbarkeit und Freundschaft verehrt.

Auch als Heilpflanze findet Ginkgo seit Jahrhunderten Verwendung. Vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat er einen hohen Stellenwert. Samen, Blätter, Rinde und Wurzeln kommen bei unterschiedlichen Beschwerden und Erkrankungen zum Einsatz – zum Beispiel bei Husten, Asthma oder Blaseninfektionen. Selbst bei der Insektenabwehr sollen Ginkgo-Blätter helfen.

Die westliche Medizin und Pharmazie verwendet Ginkgo ebenfalls schon eine Weile – allerdings nur die getrockneten Blätter des Baums. Aus ihnen wird ein spezieller Extrakt gewonnen. Als Arzneimittel ist er unter anderem bei diesen Beschwerden zugelassen:

Was steckt im Ginkgo-Blatt?

Um den Arznei-Extrakt herzustellen, werden die frischen grünen Blätter des Baums gesammelt, schonend getrocknet und in einem aufwendigen Verfahren weiterverarbeitet. Denn in den Blättern stecken die meisten Inhaltsstoffe. Am wichtigsten sind hier die sekundären Pflanzenstoffe, darunter vor allem Flavonoide (bis zu 1,8 Prozent) und Terpentrilactone.

Diese Stoffe haben eine antioxidative Wirkung. Das heißt, sie fangen freie Radikale ab und schützen die Nervenzellen im Gehirn vor schädlichen Einflüssen. Gleichzeitig verbessern sie die Sauerstoffversorgung der Zellen. Sie fördern die Fließeigenschaften des Blutes und die Durchblutung der kleinen Gefäße (Mikrozirkulation) und sorgen für eine bessere Vernetzung der Nerven- und Gehirnzellen.  

Doch Vorsicht: Ginkgo-Blätter enthalten auch schädliche Inhaltsstoffe – zum Beispiel Ginkgolsäure. Sie kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen sowie Magenschleimhautentzündungen und Allergien hervorrufen. Allerdings betrifft das nicht die Ginkgo-Arzneimittel aus Ihrer Apotheke, denn darin ist der Ginkgolsäure-Gehalt begrenzt.

Ginkgo ist nicht gleich Ginkgo

Achten Sie darauf, hochwertige Ginkgo-Präparate aus Ihrer Apotheke zu verwenden. Denn für die Herstellung von Arznei-Extrakten aus Gingko-Blättern gelten strenge Richtlinien. Die wirksamen Bestandteile werden angereichert und konzentriert, während die unerwünschten Bestandteile entfernt werden. Und es gibt Obergrenzen für problematische Stoffe wie die Ginkgolsäure.

Die Extrakte sind zudem standardisiert. Das heißt: Sie enthalten immer die gleiche Menge an Wirkstoff pro Tablette oder Lösung. Die Wirksamkeit dieser Extrakte wurde in vielen wissenschaftlichen Studien untersucht und nachgewiesen. Die meisten Ginkgo-Präparate aus Ihrer Apotheke haben den Arzneimittelstatus.

Für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Ginkgo gibt es solche Standards nicht. Auch die Zubereitung von Ginkgo-Tee ist wegen der schädlichen Inhaltsstoffe nicht zu empfehlen.

Arzneimittel mit Gingko

Arzneimittel mit Ginkgo-Extrakten sind unter anderem in Form von Kapseln, Tabletten oder Tropfen bei uns in Ihrer Apotheke erhältlich. Für eine nachhaltige Wirkung sind Dosierungen von 120 bis 240 Milligramm (mg) täglich wichtig. Sie müssen längerfristig, über einen Zeitraum von mindestens acht bis zwölf Wochen eingenommen werden. Wenn die Konzentrationsleistung verbessert werden soll, ist es zudem sinnvoll, die Dosis am Morgen einzunehmen.

Ginkgo-Präparate mit einer Tagesdosierung von 240 Milligramm haben die Zulassung bei leichter Demenz und gehören damit zu den wenigen pflanzlichen Arzneimitteln, die auf Rezept verordnet werden können und von der Krankenkasse bezahlt werden.

Sprechen Sie uns an. Wir informieren Sie ausführlich zu Dosierung und Anwendung einzelner Produkte.

Neben- und Wechselwirkungen

Nebenwirkungen treten bei Medikamenten mit Gingko nur selten auf. Dazu gehören leichte Magen-Darm-Beschwerden, allergische Hautreaktionen sowie Kopfschmerzen.

Da Gingko-Päparate die Blutungsbereitschaft erhöhen, sollten Patientinnen und Patienten, die Blutverdünner (z. B. Acetylsalicylsäure oder Marcumar) einnehmen, Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Wer Ginkgo nimmt und operiert werden muss, sollte die Medikamente vorsichtshalber drei bis vier Tage vor der geplanten OP absetzen.

Training fürs Gehirn

Bewegung an der frischen Luft und ausreichendes Trinken (am besten Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen) können die Gedächtnisleistung verbessern und die Konzentration fördern. Auch regelmäßiges Gehirnjogging hilft – zum Beispiel, indem Sie die Rätsel in unseren Apotheken-Magazinen lösen.

Marcel Wree,

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