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Sonnenschutz: Eine junge Frau mit Sonnenhut in Shorts und T-Shirt sitzt auf dem Rasen und cremt den Arm mit Sonnenschutzmittel ein.
iStock / Melpomenem
Symbolbild

In diesem Frühling haben die meisten Menschen viel Zeit zu Hause verbracht. Wer keinen Balkon nutzen konnte, bei dem hat sich die Haut noch gar nicht richtig an die Sonne gewöhnt. Ein guter Schutz ist deshalb jetzt besonders wichtig. Und der bietet heute noch viel mehr als nur den LSF.

Normalerweise gewöhnt sich die Haut im Laufe des Frühlings an die stärker werdende Sonnenstrahlung bei Aufenthalten im Freien und bildet nach 3 bis 7 Wochen die sogenannte Lichtschwiele aus. Das heißt, die Hornschicht wird dicker, sie kann mehr UV-Strahlen absorbieren und so die Hautzellen schützen.

Wenn Sie in diesem Frühling wegen des Coronavirus viel Zeit in der Wohnung verbracht haben, konnte Ihre Haut bisher keine ausreichende Lichtschwiele aufbauen und ist wie nach dem Winter besonders gefährdet, an einem sonnigen Tag im Freien einen Sonnenbrand zu bekommen.

Mehr als Sonnenschutz

Einfach zum erstbesten Sonnenschutzmittel zu greifen, ist sicher keine gute Idee. Wer möchte schon ein Produkt, das für die eigene Haut viel zu fettreich ist und die Pickel sprießen lässt oder das Make-up ruiniert. Gute Sonnenschutzmittel bieten heute neben dem Lichtschutzfaktor (LSF) viel mehr. Sie sind auf die speziellen Hauttypen abgestimmt, hinterlassen keinen fettigen Glanz oder liefern schon gleich Pflege oder eine Tönung mit.

Welchen LSF wählen?

Welches Sonnenschutzmittel soll es sein? Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist bei der Wahl erst einmal der wichtigste Aspekt. Je heller die Haut, umso höher muss der LSF sein. Und auch dunkle Haut muss vor UV-Strahlung geschützt werden.

Welcher LSF nötig ist, um die Haut vor Sonnenschäden wie Falten und Pigmentflecken und einem erhöhten Hautkrebsrisiko zu schützen, hängt von Ihrem Hauttyp ab und der Zeit, die Sie im Freien verbringen werden.

Eigenschutzzeit ermitteln

Mit der folgenden Formel lässt sich berechnen, welcher LSF für eine bestimmte Zeit erforderlich ist beziehungsweise mit welchem LSF Sie wie lange in der Sonne bleiben können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen: Eigenschutzzeit (min) x LSF (Lichtschutzfaktor) = Zeit (min). Hellhäutige Menschen mit blonden oder rötlichen Haaren haben nur eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten in der Sonne. Dann beginnt für sie die Gefahr eines Sonnenbrandes.

Mindestens 20+

Welche Eigenschutzzeit die Haut hat, zeigt die Tabelle der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. Wer sich die Rechnerei sparen will, hält sich am besten an die Empfehlung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Demnach sollten Erwachsene prinzipiell einen Sonnenschutz von mindestens 20 und Kinder von mindestens 30 verwenden. Am Wasser, in den Bergen oder im Süden ist ein LFS von mindestens 50 ratsam, wenn man sich länger im Freien aufhalten möchte.

Gegen Hautalterung

Der angegebene Lichtschutzfaktor bezieht sich allerdings immer nur auf den Schutz vor UVB-Strahlen, die zum Sonnenbrand führen können. Genauso wichtig ist auch der Schutz vor den langwelligeren UVA-Strahlen, die für Hautalterung und die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich sind. Seit 2007 gibt es die Empfehlung, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen sollte. Bei vielen Sonnenschutzprodukten der Apotheke liegt er noch höher. Gekennzeichnet ist er als Logo auf jeder Packung mit „UVA“ in einem schwarzen Kreis.

Schutz ab UV-Index 3

Sonnenschutz ist übrigens ab einem UV-Index von 3 wichtig. Er beschreibt die Stärke der Sonneneinstrahlung um die Mittagszeit (Tagesspitzenwerte der bodennahen UV-Strahlen), die einen Sonnenbrand auslösen können. Mit einem täglichen Newsletter informiert das Bundesamt für Strahlenschutz von April bis September über den erwarteten UV-Index.

Genau mein Schutz

Ob empfindliche, allergische oder tätowierte Haut – gönnen Sie sich genau den Schutz, den Ihre Haut braucht. In Ihrer Apotheke beraten wir Sie dazu gerne.

Neigt die Haut zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen und Rötungen, sind spezielle parfümfreie Creme-Gels mit LSF 30 oder 50 geeignet. Sie enthalten in der Regel keine Emulgatoren. Verschiedene antioxidative Wirkstoffe wie zum Beispiel Glycosylrutin aus dem Pagodenbaum beugen sonnenbedingtem oxidativem Stress vor. Dieser gilt als wichtiger Auslöser für Sonnenallergien wie Polymorphe Lichtdermatose (PLE).
Leichte Sonnenschutz-Creme-Gels mit Anti-Glanz-Effekt pflegen und schützen Haut, die zu Akne neigt. Sie sind nicht fettend, enthalten Wirkstoffe gegen Unreinheiten der Haut und eine spezielle Technologie, die den Glanz nimmt und über Stunden mattierend wirkt.
Bei Pigmentflecken ist ein sehr hoher Lichtschutzfaktor 50+ wichtig, um weitere Verfärbungen zu vermeiden. Getönte Produkte mit Mineralpigmenten verleihen zudem einen gleichmäßigen Teint. Die Sonnenprodukte aus der Apotheke enthalten unterschiedliche Wirkstoffe wie Thiamidol, Viniferine aus der Weinrebe oder andere getestete Anti-Pigment-Komplexe, welche die Produktion des Hautfarbstoffs Melanin vermindern und dunkle Flecken bei regelmäßiger Anwendung verblassen lassen. Enthaltene Hyaluronsäure oder Thermalwasser beruhigen die Haut sofort, spenden Feuchtigkeit und mindern Zeichen von Hautalterung wie Fältchen.
Bei Neurodermitis ist ein Sonnenschutz für trockene und/oder empfindliche Haut geeignet. Diese Produkte wirken hautberuhigend und juckreizmildernd und enthalten keine Duftstoffe.
Sonnenschutzprodukte für tätowierte Haut tragen dazu bei, dass Tattoos nicht vorzeitig durch die Sonne ausbleichen und ihre Farbe behalten. Die enthaltenen Pflegestoffe befeuchten die Haut und halten sie geschmeidig, sie sind wasserfest und enthalten weder Konservierungsstoffe noch Parfüm.

Erst Schutz oder Creme?

Sonnenschutzcremes mit chemischem Filter lassen sich unter oder über der Tagespflege auftragen. In der Regel wird der Sonnenschutz zuerst aufgetragen – 30 Minuten bevor man in die Sonne möchte – und dann die Tagescreme. Es gibt Sonnenprodukte, die aufgrund der Vielzahl der pflegenden Inhaltsstoffe auch anstelle der Tagespflege aufgetragen werden können. Lassen Sie die erste Schicht gut einziehen, bevor Sie die nächste auftragen. Mittlerweile gibt es auch transparente Sonnenschutzsprays, die nach der Tagescreme sogar auf das Make-up aufgesprüht werden können.

Sprays für Kinder

Die junge Haut bei Kindern ist dünner als bei Erwachsenen und der Selbstschutz ist noch nicht voll ausgeprägt. Sie ist deshalb anfälliger für Sonnenschäden und braucht besonderen Schutz. Geeignet sind Produkte mit einem LSF von mindestens 30. Sonnenschutzprodukte für Kinder haben deshalb zusätzlich pflegende Inhaltsstoffe und sind extra wasserfest. Zum leichteren Auftragen gibt es sie als Lotion oder in Form eines Sprays.

Für Babys bis zu einem Jahr gibt es spezielle Produkte mit mineralischen Filtern, welche die UV-Strahlung wie kleine Spiegel auf der Haut reflektieren. Sonnenschutz mit mineralischen Filtern aus der Apotheke lassen sich durch eine angenehme Konsistenz sehr gut auftragen.

Nachhaltigkeit zählt

Übrigens: Viele Hersteller achten inzwischen darauf, dass ihre Produkte kein Mikroplastik enthalten, von dem nicht gesichert ist, ob es über die Haut in den Körper gelangt und was es dort bewirkt. Außerdem wird immer häufiger auf Sonnenschutzfilter verzichtet, die Lebewesen im Meer wie Korallen schädigen könnten. Entsprechende Standards sind in der Regel auf der Produktpackung vermerkt.

Anti-Sand-Effekt

Auch wenn es vielleicht noch etwas dauert bis zum nächsten Strandurlaub: Inzwischen gibt es Sonnenschutzprodukte, die Stoffe enthalten, welche verhindern, dass der Sand an der Haut festhaftet. Die Anti-Sand-Technologie gibt es auch für Kinder ab 3 Jahren in Sprayform. 

Flecken vermeiden

In Kombination mit Schweiß und Hautfetten können manche UV-Filter zu Flecken auf der Kleidung führen. Am besten lässt sich das verhindern, indem man den Sonnenschutz gut einziehen lässt, bevor man sich anzieht. Viele Sonnenschutzprodukte aus der Apotheke haben eine Textur, die das Risiko für Flecken reduzieren. Sind doch mal auf der Kleidung Flecken zu sehen, diese möglichst bald bei mitt­lerer bis nied­riger Temperatur und mit Wasch­mittel ohne Bleiche waschen.

Beste Qualität

Alle Produkte aus Ihrer Apotheke wurden dermatologisch getestet und die zugesetzten UVB- und UVA-Filter sind photostabil, werden also nicht durch Sonnenlicht zersetzt. Es werden keine Filter verwendet, die Korallen schädigen. Viele Produkte gibt es auch als transparentes Spray. Wir haben für jeden Hauttyp, für Kinder, Sportler etc. das passende Produkt und beraten Sie gerne.

Marcel Wree,

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1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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